Microfighter

von Gerhard Hubek

Microfighter

Lizenz

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Technische Daten

Technische Daten Eurofighter:
Länge: 355mm
Spannweite: 265mm
Gewicht: 19,6g ohne Seitenruder, 25,4g mit SR

Technische Daten Draken:
Länge:  354mm
Spannweite: 220mm
Gewicht:  16,7g ohne Seitenruder, 22,7g mit SR

Setup

Eurofighter:
Schwerpunkt: wie im Plan eingezeichnet

Draken:
Ausschläge: + 10 Grad beidseits mit ca. 45% Expo
Schwerpunkt: wie im Plan eingezeichnet

Baubericht

von Gerhard Hubek

RC Microfighter RC Microfighter

In Anlehnung an den Eurofighter entstand nun auch eine Microversion dieses Universalgenies. Die Idee war, ein möglichst leichtes und einfach zu fliegendes Micromodell zu bekommen. Vorgestellt wird hier also die verkleinerte Version des Eurofighters und zusätzlich eines Draken, welcher sich vor allem durch höheres Tempo und anspruchsvollere Flugeigenschaften hervor tut. Für den Nachbau eignen sich übrigens auch alle andere Delta-Jetformen, wie z.B. die Mirage, Rafale oder Gripen.

RC Microfighter RC Microfighter

Die Grösse des Microfighters ist auf die für Spektrum-Sender bzw. -Sendemodule erhältlichen Microbausteinen mit Empfänger, Regler und 2 Linearservos optimiert. Mit diesen Baustein ist der Aufbau recht einfach und geht schnell vonstatten.

RC Microfighter RC Microfighter

Man kann die Modelle sowohl mit, als auch ohne Seitenruder bauen. Eine elektronische Stabilisierung ist für die Modelle nicht notwendig: beide liegen sehr eigenstabil in der Luft. Das ist auch bei höherem Anstellwinkel der Fall. So lassen sie sich praktisch im Schritttempo fliegen. Dazu braucht man dann allerdings für eine bessere Kontrolle das Seitenruder.

Mit meiner vorgeschlagenen Motorisierung ist Vollgas in der Halle schon beinahe eine Herausforderung. Der Regler hat kein Problem mit der Stromaufnahme von ca. 2,4 Ampere, nur bei der Akkuauswahl zahlt sich höhere Qualität aus (je hochwertiger der Akku, desto mehr Speed). Wer noch mehr herausholen will, muss einen extra Regler dazwischenschalten. Es gibt Motoren, die bis zu 3,2A vertragen, wie der CL-0820-17 Dark Edition.

 

Der Bau

.. ist einfach, wie gewohnt: der Plan wird in Originalgröße ausgedruckt und passend zusammengeklebt. Nach dem Ausschneiden der Papierschablonen zeichnest du die Formen auf 3mm Depron an. Feinschmecker können auch 1.5 mm Spaltdepron verwenden. Dann sind allerdings unter Umständen Carbonverstärkungen notwendig.

RC Microfighter

Für das Verkleben der Einzelteile genügt Uhu-Por. Achte beim Bau unbedingt auf das Gewicht: Leergewichte ohne Akku unter 20g wären ideal. Die Modelle mit Seitenruder haben bei mir 25 bzw. 30g Fluggewicht. Je leichter, desto fliegt!

RC Microfighter RC Microfighter

RC Microfighter RC Microfighter

Nachdem die Einzelteile verklebt sind (mit dem unterseitigen Deckel des Eurofighter sollte man bis zum Einbau des Bausteines warten) geht es an die Gestaltung der Fighter. Ausreichend Gestaltungsvorschläge findet man in meinem Baubericht des Eurofighters. Wer die Draken im Ostarrichi Design gestalten möchte, findet die erforderlichen Vorlagen oben zum runterladen.

RC Microfighter RC Microfighter

Der weiße Mittelstreifen wird nur einfach mit Papier ordentlich abgedeckt und dann die rote Farbe dazu gesprüht. Der Schriftzug wird mit Filzschreiber aufgetragen und die Abzeichen aufgeklebt.

RC Microfighter RC Microfighter

Nun kannst du den Spektrum-Baustein aufkleben und die Anlenkungen erstellen; bevorzugt in einer Z- Form (zur Grobeinstellung), Der Motor wird in seine Aussparung mittels Sekundenkleber und Speedy-Pulver eingeklebt. Danach kann der untere Deckel eingeklebt werden, falls du ihn nicht zwecks Gewichtsoptimierung gleich weglässt.

RC Microfighter RC Microfighter

RC Microfighter

Zum einfacheren Handling ist die Herstellung eines einfachen Modellständers sehr praktisch, wie du den Bildern entnehmen kannst. Die Ständer sind auch praktisch beim Transport der kleinen Flitzer. In meine kleine Transportbox passt so eine ganze Staffel :-)

RC Microfighter RC Microfighter

 

Ausstattung

RC- Baustein entweder Original Spektrum oder Micro System (auch DSM2 tauglich) von Hobby King: Link
Microservos: Link
Motor: Link *
* Bitte unbedingt auf die Laufrichtung der Motoren achten: Linksdrehend (clockwise) Kabel rot/blau, rechtsdrehend (counter clockwise) Kabel weiß/schwarz! Der Händler hat auch einen EU-Shop, welcher von Berlin aus liefert.
Propeller: ca. 45mm bis 50mm von Microcopter, wie z.B: Nano QX von e-flite, Heckrotoren von Microhelis oder von ausrangierten Silverlit Modellen (wie die von mir verwendeten). Da mußt du halt ein wenig probieren und unbedingt auf die Laufrichtung des Motors sowie des Propeller achten, ansonsten gibt’s keinen ordentlichen Vortrieb. Der Propellerschlitz im Rumpf muß eventuell angepasst werden.
Akkus: z.B. Flitezone 1S/180mAh (4,8g) von Pichler, oder 1S/ 300mAh (8g) von Engel Modellbau. Wer das nötige Fachwissen hat, kann auch einen 2S SLS 200mAh APL/E-Flite auftrennen und daraus 2 Stk Einzelzellen mit 6,5g Gewicht herstellen (die sind für diesen Zweck einfach spitze und auch besser wie die anderen, nur Einzelzellen gibt es leider nicht).
Lacke: z.B. Hit-color von OBI

Viel Spass beim Nachbauen!

Gerhard

Bilder und Feedback zu deinen Nachbauten sind wie immer Willkommen.

 

 

Microfighter 2.0

von Gerhard Hubek

Speziell um meine Schweizer Modellbaukollegen zum Nachbau zu motivieren, ergänze ich meinen Microfighter Baubericht mit der Mirage III.

RC Microfighter

Für die Mirage probiere ich ein neues Bodenunterlagsmaterial, das ich bei OBI entdeckt habe: ein 2,2mm dickes Depron-ähnliches Schaummaterial. Das spezifische Gewicht ist fast identisch mit Depron. Der Reiz liegt darin, möglichst dünnes Material zu verwenden und so Gewicht zu sparen. Leider ist es grün eingefärbt und hat einseitig einen Raster aufgedruckt, der dummerweise auch durch die Lackierung scheint. Die auf den Bildern ersichtlichen CFK-Verstärkungen sind bei Verwendung von 3mm Depron übrigens auch nicht erforderlich.

RC Microfighter RC Microfighter

RC Microfighter RC Microfighter

Das Rohbaugewicht der Mirage liegt trotz dem verwendeten Heißkleber bei nur 6,9g. Aber eben, der nun erforderliche, deckende Farbauftrag macht jeden Gewichtsvorteil gegenüber Depron wieder zunichte: das gesamte Leergewicht beträgt mit Farbe 20,1g, mit den später angebrachten Vorflügeln sogar 21g.

Auf ein Seitenruder (und noch einmal 4g Mehrgewicht) verzichte ich bei der Mirage.

Als Motor verwende ich diesmal den schärferen CL 0820-17 Dark Edition von Micro Motors. Seine Stromaufnahme ist geringfügig höher als beim CL 0820-15 (mit 2,5A, bei Verwendung von Silverlit Propeller).

Das maßstäblich verkleinerte Modell erweist sich bei den ersten Flügen als echtes Speedgerät! Vollgas geht da in der Halle nur zeitweise. Meine 200er SLS-Akkus ermöglichen satte 8 Minuten Flugzeit: da spielen die Nerven für Vollgasflüge nur zu einen Teil der Zeit mit.
Mit 50% Expo fliegt sie aber problemlos. Kunstflug ist für die Mirage kein Problem, die Motorisierung schiebt die Kleine locker auch durch Loopings.

Um die Mirage etwas zu entschärfen vergrösserte ich zunächst die Fläche. Dann kam ich auf die Idee, die angeklebten Vergrößerungen als Vorflügel zu verwenden und bog diese nach unten. Mit dieser Erweiterung sind die Flugeigenschaften jetzt einfach perfekt! Das
Flugverhalten ist super weich und der Speed immer noch da.

RC Microfighter

Zum Schluss möchte ich alle Modellbaukollegen da draussen zum Mitmachen auffordern. Das Konzept der Microfighter ist so einfach, dass man damit nahezu jeden Jet bauen kann. Wenn du dein Lieblingsflugzeug nach meinen Vorschlägen umsetzt, dann lass doch bitte uns und andere Interessierte daran teilhaben und schicke deine Unterlagen an RCFlug.ch. Es wäre toll wenn sich so mit der Zeit eine ganze Microfighterpalette ergäbe. Ich für meinen Teil habe vor, noch das eine oder andere Modell so zu bauen und hier vorzustellen.

RC Microfighter

 

11.02.2015

Bei der zweiten Micromirage wurde 3mm Depron verwendet sowie die Vorflügel nicht mehr angeklebt, sondern aus dem ganzen Stück der Tragfläche nach unten geknickt und mit Klebstoff stabil verklebt. Leergewicht diesmal 21,2g. Das verwendete Design wurde von der Kunstflugtruppe der Baltic Bees etwas abgewandelt.

RC Microfighter RC Microfighter

RC Microfighter

Flugfotos

RC Microfighter RC Microfighter

RC Microfighter RC Microfighter

Flugvideo

Microfighters from Gerhard Hubek on Vimeo.

Draken

Die Microfighter zeigten so tolle Flugeigenschaften, dass es nahe lag, die Kleinen mal in vergrößerter Version zu bauen. Als erstes nahm ich mir die Draken vor. Ich habe einfach den Plan aus dem Microfighter Baubericht mit 270% Grösse ausgedruckt und als einzige Änderung die Motor- und Propellerausschnitte den verwendeten Komponenten angepasst. Der Bau enspricht 1:1 dem Eurofighter. Verwendet habe ich 4mm Climapor. Ich empfehle aber für Nachbauten, mindestens 6mm Depron zu nehmen, da es beim Handling wesentlich stabiler ist. Das Seitenruder und die Tragflächen sind durchgehend mit einem CFK Stab verstärkt. Alle Einstellungen, wie Schwerpunkt und Rudereinstellungen habe ich von der MicroDraken übernommen. Und siehe da, auch die Flugeigenschaften entsprechen dem Kleinen: sind außerordentlich gut. Mit den erzielten 150 g Leergewicht fliegt die Draken im Freien schon Jet-like. Auch in der Halle ist sie problemlos zu fliegen, jedoch ist ihr Lieblingsfluggebiet schon draußen vor der Tür und dann mit Vollspeed.

Spannweite: 60cm,
Länge: 92 cm

Draken

Draken Draken

Mirage III

Nach der Draken war die Mirage dran.

Vergrößerung des Plans der Micromirage auf 240% und Adaption auf Version Mirage III DS. Mit den angelenkten Vorflügel ist sie extrem wendig über alle Achsen und noch dazu sehr gutmütig in allen Bereichen. Die Canards sind starr. Technische Ausstatttung wie beim Eurofighter.

Mirage III

 

Mirage III Mirage III

Mirage III

 

Mirage III Mirage III

Mirage III Mirage III

Mirage III

 

Flugvideo der Mirage

Mirage III DS from Gerhard Hubek on Vimeo.

und das Flugvideo meines Nachbaus:

Mirage III, scratch built Depron R/C airplane, maiden flight from Peter Schuetz on Vimeo.

Microfighter im Rafale Design

Ein Microfighter im Rafale Tigermeet 2015 Design

Microfighter Microfighter

Microfighter von Tobias

Microfighter Nachbauten aus Deutschland

Microfighter Microfighter Microfighter Microfighter

Neue Akkus für die Microfighter von Gerhard

Hier habe ich die neuen SLS 1S/175mAh mit roter Kappe getestet und die sind für die Microfighter wie geschaffen, mit 5,2g Akkugewicht ergibt es 21g Gesamtgewicht und damit gehen die Microfighter ab wie Schmidts Katze und das ganze 5 Minuten auf Vollgas, natürlich nur für den Piloten der das durchsteht. Sie bieten wesentlich mehr Durchzug, Loopings gehen nun aus der Horizontalen heraus, die Endgeschwindigkeit ist einiges höher und kosten gerade mal 3€.

Microfighter

Microfighter von Fritz Wegener

Noch ohne Elektronik und Antrieb

Microfighter

Micro-Mirage, vergrössert

Micro Mirage Micro Mirage

Ein schönes Vater & Sohn Projekt erreicht uns aus Wetterau (Hessen): die Micro Mirage bereitete dem 14 jährigen Felix in der Halle soviel Freude, dass die Beiden das Modell um 150% vergrössert haben, um es auch draussen fliegen zu können.

In der Bastelkiste lag noch ein Hacker A10-12S nebst QX7 Regler und GWS 4,5x4er Latte. Wie sich zeigte, die optimale Ausrüstung. Befeuert von einem 2S 350 mAh 25/50 C Lipo, geht der Flieger super und erlaubt 5 bis 7 Minuten Flugzeit.

Programmierung Microfighter

Hier endlich die oft gesuchte Anleitung, einen Spektrum-Sender für die Microfighter zu programmieren. Danke Fritz Wegener!

Als erstes ein neues Modell anlegen und bei der Wahl des Flügeltyps den mit einem QR Servo wählen und den Leitwerkstyp auf normal stellen. Jetzt werden 4 Mischer eingestellt. Die Servos sind ja alle im Moment noch der falschen Funktion zugeordnet.

  • Mischer1: QR>QR -100% / -100% ( der QR Knüppel wird deaktiviert)
  • Mischer2: QR>SR +100% / +100% (der QR Knüppel bekommt den SR Output)
  • Mischer3: SR>SR -100% / -100% ( der SR Knüppel wird deaktiviert)
  • Mischer4: SR>QR -100% / -100% ( der SR Knüppel steuert das QR Servo)

Wenn die alle fertig sind, zurück ins Hauptmenü und den Sender ausschalten. Jetzt den Sender mit gedrückter Walze wieder wieder einschalten und ins Flächenauswahlmenü wechseln. Hier den Leitwerkstyp auf V Leitwerk wechseln. (Jetzt erst!Wichtig!) Zurück ins Hauptmenü und auf aktivieren gehen. Als letztes noch ins Servoeinstellmenü gehen und das HR Servo auf REV stellen. QR Servo bleibt auf NORM.

Geschafft!!! Jetzt nichts mehr ändern und den AR6400 so rum einbauen, dass die Ruder sinnrichtig ausschlagen. Hoffe das klappt bei Euch auch, denn mit der Anleitung kommt man hier nicht wirklich weiter.

Viele Grüße

Fritz